Hallo allerseits!
Ich bin also zurück. Hier nun mein letzter Blogeintrag :)
Vielen, vielen lieben Dank an alle, die Mittwoch gekommen sind! War sehrsehr schön euch wiederzusehen. (Habt mir glatt ein schechtes Gewissen wegen meiner Flüchtigkeit gemacht -aber September halt ichs dann auch mal wieder länger in Dresden aus, versprochen.)
Morgen früh, d.h. in vier Stunden, gehts dann also nach Kroatien (die Bloggerei hört aber an der Stelle hier auf, sorry :D). Urlaub, haha.
Meine letzten paar Tage in den Staaten waren noch ganz schön, nicht wirklich was Besonderes zu berichten. Der Flug zurück war eher sehr ätzend, ich hatte fünf Tage Jetlag (Mitternacht um eins - Abendbrotzeit! und morgens um fünf gings ins Bett :P), habe mich jetzt aber gezwungen das Ganze wieder einzupegeln.
Ich danke recht für die Aufmerksamkeit und euer geduldiges Lesen. War recht spaßig für mich, hin und wieder ein wenig zu schreiben. Hoff es war auch Spaß für euch zu Lesen! :P
Wir sehen uns sicher demnächst, im September oder so.
Viele liebe Grüße aus dem wunderschönen Heimatstädtchen Dresden
On the road
Meine einjährige Reise durch Neuseeland.
Reiseroute
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Montag, 8. August 2011
Dienstag, 26. Juli 2011
California Dreamin
Hallo alle miteinander!
Ich sitze gerade im Zug nach San Diego und die Sonne geht überm Meer unter. Californien ist wirklich so schön wie die Amerikaner immer behaupten. Ich hab heute aus dem Zug heraus viele schöne Strände bestaunt. Bei meinen zwei Stunden Stop in Santa Barbara hatte ich leider nur nicht genug Zeit zum Baden gehen...
In San Francisco war ich jetzt insgesamt vier Nächte. Eine sehr hübsche Stadt. Sehr alternativ, kein Wunder war ja früher auch 'ne Hippiehochburg. Viel Kunst und Kultur, was mich sehr gefreut hat. Daran hat es mir ja in Neuseeland ein bisschen gemangelt. So war ich endlich mal wieder im Theater! Ansonsten hab ich natürlich auch all die Tourisachen abgeklappert, wie cable car, Golgen Gate Bridge, Colt Tower oder Ghirardelli Schokoladenfabrik.
Es ist High Season und überall wimmelt es nur so vor Touristen. Das ist ein wenig nervig. Ich hatte echte Probleme Unterkunft zu finden.
Die Unterschiede zwischen Amerika und Neuseeland stechen mir von der ersten Sekunde im Amiland sehr ins Auge. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist immens. Obdachlose mit ihren Einkaufswägen voll armseliger Habschaft prägen das Stadtbild genauso wie Schikimikibusinesmen und Touristen die Taschen voll Pinke und den Kopf voll Glitzer und Kitsch. Das ist wahrscheinlich ein generelles Großstadtphänomen, das es in Neuseeland nicht gibt, da es keine Großstädte gibt (außer Auckland). Auf dem Lande sind irgendwie alle ein Stück ärmer und so teilt sich das dann gerechter auf. (Zumindest hat jeder ein Dach überm Kopf.)
Aber trotzdem bin ich der Meinung es sind mehr als in Europa, und vorallem fällt auf, hauptsächlich Schwarze sitzen auf der Straße.
Hm. Soviel zu meiner Gesellschaftbeobachtung.
Soviel zu Amerika.
Aber das ist nicht der eigentliche Grund, warum ich schreibe. Heut ist Sonntag, in genau einer Woche komm ich wieder im deutschen Lande an!
Ich möcht am Mittwochabend, dem 3. August, gern zum Bier mit Grillstand im Garten meiner Eltern einladen. Willkommen ist jeder, der mich wiedersehen will und das hier ließt.
Sehr einfach :P
Bringt bitte Essen nach eigenem Bedarf mit, da ich euren Hunger schlecht kalkulieren kann (Salat, Beilage oder Snack und Fleisch, Wurst oder wasauchimmer auf den Grill kommt - ich werd auch was haben, aber nicht genug, also verlasst euch nicht drauf!).
Wer ganz Kiwistyle wasted nach Hause gehen will, sollte auch für eigenen Alkohol sorgen, für Normaltrinker gibts Freibier (oder Wein) bis zu gewissem Standard.
So und da ich nicht weiß, ob überhaupt noch jemand meinen Blog ließt (ich an eurer Stelle hätts längst aufgegeben, haha), mach ich ein Geheimnis aus Ort und Zeit, das heißt ihr müsst euch bei mir melden, und ich weiß wieviel Bier ich kaufen darf :P
Email: evafamulla@web.de
oder das allgeliebte Facebook =)
Soviel dazu. Ich hoff ihr seit nicht alle im Urlaub und ich find ein paar Leute, die mich auf den neusten Stand Dresden und überhaupt bringen. Weiß ja glaub ich gar nicht mehr was so los ist. Bis sehr bald! Ich freu mich.
In Hoffnung auf reichliches Erscheinen!
Viele Grüße aus California
Ich sitze gerade im Zug nach San Diego und die Sonne geht überm Meer unter. Californien ist wirklich so schön wie die Amerikaner immer behaupten. Ich hab heute aus dem Zug heraus viele schöne Strände bestaunt. Bei meinen zwei Stunden Stop in Santa Barbara hatte ich leider nur nicht genug Zeit zum Baden gehen...
In San Francisco war ich jetzt insgesamt vier Nächte. Eine sehr hübsche Stadt. Sehr alternativ, kein Wunder war ja früher auch 'ne Hippiehochburg. Viel Kunst und Kultur, was mich sehr gefreut hat. Daran hat es mir ja in Neuseeland ein bisschen gemangelt. So war ich endlich mal wieder im Theater! Ansonsten hab ich natürlich auch all die Tourisachen abgeklappert, wie cable car, Golgen Gate Bridge, Colt Tower oder Ghirardelli Schokoladenfabrik.
Es ist High Season und überall wimmelt es nur so vor Touristen. Das ist ein wenig nervig. Ich hatte echte Probleme Unterkunft zu finden.
Die Unterschiede zwischen Amerika und Neuseeland stechen mir von der ersten Sekunde im Amiland sehr ins Auge. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist immens. Obdachlose mit ihren Einkaufswägen voll armseliger Habschaft prägen das Stadtbild genauso wie Schikimikibusinesmen und Touristen die Taschen voll Pinke und den Kopf voll Glitzer und Kitsch. Das ist wahrscheinlich ein generelles Großstadtphänomen, das es in Neuseeland nicht gibt, da es keine Großstädte gibt (außer Auckland). Auf dem Lande sind irgendwie alle ein Stück ärmer und so teilt sich das dann gerechter auf. (Zumindest hat jeder ein Dach überm Kopf.)
Aber trotzdem bin ich der Meinung es sind mehr als in Europa, und vorallem fällt auf, hauptsächlich Schwarze sitzen auf der Straße.
Hm. Soviel zu meiner Gesellschaftbeobachtung.
Soviel zu Amerika.
Aber das ist nicht der eigentliche Grund, warum ich schreibe. Heut ist Sonntag, in genau einer Woche komm ich wieder im deutschen Lande an!
Ich möcht am Mittwochabend, dem 3. August, gern zum Bier mit Grillstand im Garten meiner Eltern einladen. Willkommen ist jeder, der mich wiedersehen will und das hier ließt.
Sehr einfach :P
Bringt bitte Essen nach eigenem Bedarf mit, da ich euren Hunger schlecht kalkulieren kann (Salat, Beilage oder Snack und Fleisch, Wurst oder wasauchimmer auf den Grill kommt - ich werd auch was haben, aber nicht genug, also verlasst euch nicht drauf!).
Wer ganz Kiwistyle wasted nach Hause gehen will, sollte auch für eigenen Alkohol sorgen, für Normaltrinker gibts Freibier (oder Wein) bis zu gewissem Standard.
So und da ich nicht weiß, ob überhaupt noch jemand meinen Blog ließt (ich an eurer Stelle hätts längst aufgegeben, haha), mach ich ein Geheimnis aus Ort und Zeit, das heißt ihr müsst euch bei mir melden, und ich weiß wieviel Bier ich kaufen darf :P
Email: evafamulla@web.de
oder das allgeliebte Facebook =)
Soviel dazu. Ich hoff ihr seit nicht alle im Urlaub und ich find ein paar Leute, die mich auf den neusten Stand Dresden und überhaupt bringen. Weiß ja glaub ich gar nicht mehr was so los ist. Bis sehr bald! Ich freu mich.
In Hoffnung auf reichliches Erscheinen!
Viele Grüße aus California
Donnerstag, 21. Juli 2011
Goodbye Beautiful
Es ist vorbei! Aus, Schluss, no more New Zealand.
Ich sitze jetzt auf den Flughafen in Los Angeles und warte auf meinen Flug nach San Francisco (der da dummerweise 6 Stunden später ist).
Nun also - ich habe das Land verlassen, das mir die letzten 11 Monate sehr fest ans Herz gewachsen ist. Es sind gemischte Gefühle, die in meinem Bauch rumoren. Da ist die Vorfreude auf Zuhause, Familie, Freunde (das heißt euch! :D) - und auf der anderen Seite aber auch die leichte Wehmut, verbundem mit dem Gedanken an einen Abschied von Neuseeland auf längere Zeit (man gebe mir vier, fünf Jahre).
Am Ende darf man zusammenfassen und in conclusion heißt Neuseeland für mich Folgendes:
Wundervolle Landschaft (Berge, Strände, Regenwälder - alles was das Herz begehrt auf einem Platz), wundervoll offene, hilfsbereite, enspannte Neuseeländer (ich werd sie vermissen, die Kiwis!), Kaffe an jeder Straßenecke, Äpfel in jeder Form und Farbe, ständig wechselndes Wetter mit Regenbogen ohne Ende und intensivintensiver Sonne, Kiwi(fruit), Pappmaschéehäuser und kleine Stadtdörfchen, die sich immer noch "city" nennen, Countdown, Pak'n'Save and das gute Warehouse (kurz all die Megaeinkaufshäuser), enge, kurvige Straßen, viiiele Einbahnbrücken, schlechte neuseeländische Autofahrer, National Parks und DOC-Campingplätze, jede Menge Wasserfälle, Tracks, Walks und Tramps, Rental-Campervans an jeder Ecke und zu guter Letz all die schönen Redewendungen wie "sweet as", "gud on ya", "ay" oder die allgemeine Trinkformel "cheeers, bro". (Ich möcht schon mal im Voraus um Verzeihung bitten, wenn ich zuhaus in Verwirrung öfter "sweet" statt "okay" sage.)
Es gibt natürlich mehr, aber das soll als Kurzeindruck erstmal reichen ;P
Zu meinen letzten Wochen.
Mein letzter Eintrag war in Stewart Island, soweit ich weiß.
Nachdem ich also die südlichste Spitze abgeklappert hatte, ging es via Inland wieder hoch, zunächst in die Skifahr-Party-und-Backpacker-Metropole Queenstown. Ich kam rechtzeitig zum Winter Festival, was allerdings eher kläglich schien, da die Skisaison ohne Schnee eröffnet wurde.
Das machte mir jedoch weniger aus, Party war ohnehin überall und immer angesagt und ich bin hauptsächlich gekommen, um Freunde zu besuchen. Mein Aufenthalt hat sich mehr als nur einmal verlängert (ich bin anstatt zwei am Ende fünf Nächte geblieben) und kontrahänt dazu hat sich mein Geldbeutel drastisch verkleinert. Das lag neben dem Bier vorallem am Bungysprung, der jedoch jede Sekunde wert war (8,5 s insgesamt haha).
Ich habe - getreu meinem Motto "wenn dann schon richtig" - den Höchsten gemacht: 134m. Sehr schöne spektakuläre Szenerie, irgendwo in einer massiven Schlucht zwischen den Bergen.
Ansonsten war ich noch einen Tag im Mount Aspiring National Park wandern (Anfang vom Routeburn Track - sehr, sehr schön, traurig dass ich keine Zeit für mehr hatte).
Nach Queenstown ging es zum Ausruhen zwei Nächte nach Wanaka, was gut funktioniert hat, denn da gibt es nichts als einen hübschen See, um den man herumspazieren kann, wie man lustig ist.
Auf entlegeneren Straßen führte es mich dann bis zum Mount Cook Village. Das sogenannte "village" besteht aus sage und schreibe maximal 8 Häusern, allesamt touristischen Ursprunges. Es ist wirklich minimini. Und es befindet sich Inland genau auf der anderen Seite von Franz Joseph und Fox Gletscher an der Westküste. Es gibt viele schöne Walks, Schnee, Eis (kurz Gletscher) und mitten in den Bergen eine wunderbare Szenerie. Das Wetter war perfekt, wie sowieso seit Stewart Island: Sonne ohne Ende und nachts der klarste und beste Sternhimmel, den ich je gesehen hab. Aber eiskalt, Bodenfrost auch tagsüber.
Nach Mount Cook gings weiter über Lake Tekapo zurück nach Christchurch, wo ich mich wiedereinmal mit Chrisi traf. Wir hatten nie viel Glück mit dem Wetter bei all unseren (insgesamt vier) Treffen in Neuseeland, was nicht heißt, das wir minder Spaß hatten :P
Ich glaube Brot backen war Standard, wenn nicht meist sogar auch noch Kuchen oder wie dieses Mal feinstes Steak mit Orangen-Nuss-Salat. (Besser als in jedem Restaurant! Ich schwöre.)
Außerdem haben wir uns auf eine Tagestour Richtung Arthurs Pass begeben (mit Schneesturm und Picknick irgendwo auf 'ner windigen Bergspitze). Hahaha, wirklich alles, nur nicht langweilig!
Von Christchurch bin ich, um das Ganze abzukürzen, nach Wellington geflogen, wo ich wieder auf Eunice und Hana getroffen bin.
Eunice und ich haben es aber nicht lang ausgehalten und sind gleich am nächsten Tag (lustig Busfahrt -6 Stunden!!) nach Taupo weiter (Mitte Nordinsel mit dem größten See Neuseelands). In Taupo bin ich ganze 6 Nächte hängengeblieben, einfach weil es die ersten drei Tage ohne Ende geregnet hat und man praktisch rein gar nichts tun konnte.
Als die Sonne dann letztendlich doch wieder zurück war, gings zu dem nahegelegenen Tongariro National Park mit den drei Vukanen namens Tongariro, Ruapehu und Ngauruhoe. Das Tongariro Crosssing (ein 1-Tages-8-Stunden-Walk) ist hier eine bekannte Touri-Attraktion. Wir haben uns allerdings aufgrund Wetterbedingnungen (zu viel Eis und Schnee) auf ein klitzekleines Stück am Anfang beschränkt. Wiedermal Schneewandern machte mich jedoch sehr glücklich und es gab sogar Schneeengel, 'nen Minischneemann und eine Schneeballschlacht.
Und das war es dann auch fast schon! Montag ging es über Rotorua nach Auckland, wo ich Dienstag noch auf der kleinen Vulkaninsel Rangitoto war. Und heute ist Mittwoch! (Immernoch weil die Amis bisschen hinterher sind :P) Kein Neuseeland mehr. So richtig weiß ich glaub noch nicht was das heißt. Ging alles so verdammt schnell am Ende.
Nun ja jetzt hab ich 10 Tage in den Staaten, fliege von L.A. nach San Francisco hoch, um dann über Land die Küste entlang wieder runter zu kommen. Das sollte natürlich alles Kontrastprogram zum kleinen, süßen Neuseeland werden. Hier ist Sommer wie bei euch, Nordhalbkugel.
Ich lande am 31. Juli in Berlin wieder auf deutschem Boden. Bis bald also!
Viele Grüße aus dem ausgesprochen langweiligen L.A.-Flughafen
Ich sitze jetzt auf den Flughafen in Los Angeles und warte auf meinen Flug nach San Francisco (der da dummerweise 6 Stunden später ist).
Nun also - ich habe das Land verlassen, das mir die letzten 11 Monate sehr fest ans Herz gewachsen ist. Es sind gemischte Gefühle, die in meinem Bauch rumoren. Da ist die Vorfreude auf Zuhause, Familie, Freunde (das heißt euch! :D) - und auf der anderen Seite aber auch die leichte Wehmut, verbundem mit dem Gedanken an einen Abschied von Neuseeland auf längere Zeit (man gebe mir vier, fünf Jahre).
Am Ende darf man zusammenfassen und in conclusion heißt Neuseeland für mich Folgendes:
Wundervolle Landschaft (Berge, Strände, Regenwälder - alles was das Herz begehrt auf einem Platz), wundervoll offene, hilfsbereite, enspannte Neuseeländer (ich werd sie vermissen, die Kiwis!), Kaffe an jeder Straßenecke, Äpfel in jeder Form und Farbe, ständig wechselndes Wetter mit Regenbogen ohne Ende und intensivintensiver Sonne, Kiwi(fruit), Pappmaschéehäuser und kleine Stadtdörfchen, die sich immer noch "city" nennen, Countdown, Pak'n'Save and das gute Warehouse (kurz all die Megaeinkaufshäuser), enge, kurvige Straßen, viiiele Einbahnbrücken, schlechte neuseeländische Autofahrer, National Parks und DOC-Campingplätze, jede Menge Wasserfälle, Tracks, Walks und Tramps, Rental-Campervans an jeder Ecke und zu guter Letz all die schönen Redewendungen wie "sweet as", "gud on ya", "ay" oder die allgemeine Trinkformel "cheeers, bro". (Ich möcht schon mal im Voraus um Verzeihung bitten, wenn ich zuhaus in Verwirrung öfter "sweet" statt "okay" sage.)
Es gibt natürlich mehr, aber das soll als Kurzeindruck erstmal reichen ;P
Zu meinen letzten Wochen.
Mein letzter Eintrag war in Stewart Island, soweit ich weiß.
Nachdem ich also die südlichste Spitze abgeklappert hatte, ging es via Inland wieder hoch, zunächst in die Skifahr-Party-und-Backpacker-Metropole Queenstown. Ich kam rechtzeitig zum Winter Festival, was allerdings eher kläglich schien, da die Skisaison ohne Schnee eröffnet wurde.
Das machte mir jedoch weniger aus, Party war ohnehin überall und immer angesagt und ich bin hauptsächlich gekommen, um Freunde zu besuchen. Mein Aufenthalt hat sich mehr als nur einmal verlängert (ich bin anstatt zwei am Ende fünf Nächte geblieben) und kontrahänt dazu hat sich mein Geldbeutel drastisch verkleinert. Das lag neben dem Bier vorallem am Bungysprung, der jedoch jede Sekunde wert war (8,5 s insgesamt haha).
Ich habe - getreu meinem Motto "wenn dann schon richtig" - den Höchsten gemacht: 134m. Sehr schöne spektakuläre Szenerie, irgendwo in einer massiven Schlucht zwischen den Bergen.
Ansonsten war ich noch einen Tag im Mount Aspiring National Park wandern (Anfang vom Routeburn Track - sehr, sehr schön, traurig dass ich keine Zeit für mehr hatte).
Nach Queenstown ging es zum Ausruhen zwei Nächte nach Wanaka, was gut funktioniert hat, denn da gibt es nichts als einen hübschen See, um den man herumspazieren kann, wie man lustig ist.
Auf entlegeneren Straßen führte es mich dann bis zum Mount Cook Village. Das sogenannte "village" besteht aus sage und schreibe maximal 8 Häusern, allesamt touristischen Ursprunges. Es ist wirklich minimini. Und es befindet sich Inland genau auf der anderen Seite von Franz Joseph und Fox Gletscher an der Westküste. Es gibt viele schöne Walks, Schnee, Eis (kurz Gletscher) und mitten in den Bergen eine wunderbare Szenerie. Das Wetter war perfekt, wie sowieso seit Stewart Island: Sonne ohne Ende und nachts der klarste und beste Sternhimmel, den ich je gesehen hab. Aber eiskalt, Bodenfrost auch tagsüber.
Nach Mount Cook gings weiter über Lake Tekapo zurück nach Christchurch, wo ich mich wiedereinmal mit Chrisi traf. Wir hatten nie viel Glück mit dem Wetter bei all unseren (insgesamt vier) Treffen in Neuseeland, was nicht heißt, das wir minder Spaß hatten :P
Ich glaube Brot backen war Standard, wenn nicht meist sogar auch noch Kuchen oder wie dieses Mal feinstes Steak mit Orangen-Nuss-Salat. (Besser als in jedem Restaurant! Ich schwöre.)
Außerdem haben wir uns auf eine Tagestour Richtung Arthurs Pass begeben (mit Schneesturm und Picknick irgendwo auf 'ner windigen Bergspitze). Hahaha, wirklich alles, nur nicht langweilig!
Von Christchurch bin ich, um das Ganze abzukürzen, nach Wellington geflogen, wo ich wieder auf Eunice und Hana getroffen bin.
Eunice und ich haben es aber nicht lang ausgehalten und sind gleich am nächsten Tag (lustig Busfahrt -6 Stunden!!) nach Taupo weiter (Mitte Nordinsel mit dem größten See Neuseelands). In Taupo bin ich ganze 6 Nächte hängengeblieben, einfach weil es die ersten drei Tage ohne Ende geregnet hat und man praktisch rein gar nichts tun konnte.
Als die Sonne dann letztendlich doch wieder zurück war, gings zu dem nahegelegenen Tongariro National Park mit den drei Vukanen namens Tongariro, Ruapehu und Ngauruhoe. Das Tongariro Crosssing (ein 1-Tages-8-Stunden-Walk) ist hier eine bekannte Touri-Attraktion. Wir haben uns allerdings aufgrund Wetterbedingnungen (zu viel Eis und Schnee) auf ein klitzekleines Stück am Anfang beschränkt. Wiedermal Schneewandern machte mich jedoch sehr glücklich und es gab sogar Schneeengel, 'nen Minischneemann und eine Schneeballschlacht.
Und das war es dann auch fast schon! Montag ging es über Rotorua nach Auckland, wo ich Dienstag noch auf der kleinen Vulkaninsel Rangitoto war. Und heute ist Mittwoch! (Immernoch weil die Amis bisschen hinterher sind :P) Kein Neuseeland mehr. So richtig weiß ich glaub noch nicht was das heißt. Ging alles so verdammt schnell am Ende.
Nun ja jetzt hab ich 10 Tage in den Staaten, fliege von L.A. nach San Francisco hoch, um dann über Land die Küste entlang wieder runter zu kommen. Das sollte natürlich alles Kontrastprogram zum kleinen, süßen Neuseeland werden. Hier ist Sommer wie bei euch, Nordhalbkugel.
Ich lande am 31. Juli in Berlin wieder auf deutschem Boden. Bis bald also!
Viele Grüße aus dem ausgesprochen langweiligen L.A.-Flughafen
Samstag, 25. Juni 2011
Auf Wanderschaft und Südseeinsel - oder Kokosnuss und Ofenfeuer
I´m on the road again! Seit einer Weile schon wie ihr euch denken könnt. Ist nur so schwierig, beim Reisen zu schreiben... blabla die alte Geschichte.
Nun gut, die Apfelpflückerei ist schon seit der zweiten Maiwoche vorbei. Zwischendurch hatt ich ein paar Problemchen mit meinem Auto, sodass ich mittlerweile also wieder "zu Fuß" unterwegs bin.
Die ersten zwei Wochen wieder in Freiheit war ich ein wenig wandern (overnight tramping). Das war unglaublich schön, mal wieder nur Natur. Selbst wenn Mot nur ein kleines Städtchen ist, hatte ich es am Ende einfach nur satt.
Ich werd euch mal ein wenig über das Trampen in Neuseeland berichten. Das ist eines der Dinge, die ich leider viel zu spät entdeckt habe. Neuseeland ist praktisch voll von wunderbaren tramping tracks (d.h. Übernachtwanderungen) und ich habe bis jetzt gerade mal vier geschafft.
Es gibt ein gut ausgebautes System von Campingplätzen und Trampinghütten (letztere mit Grundausstattung wie Matratzenlager, Wasseranschluss, Ofen, Feuerholz und Toilette) auf diesen Wanderwegen, instandgehalten vom Department of Conservation (das da zur Regierung gehört). Das Ganze kostet zwischen 5 und 30 Dollar pro Nacht (30$ nur für die populärsten Tracks, die auch Hütten mit mehr Ausstattung, z.B. zum Kochen, haben). Also meist sehr erschwinglich, auch für arme Backpacker wie mich... haha.
Desweiteren gut zu wissen ist, dass es neun sogenannte "Great Walks" in NZ gibt, die bekanntesten und beliebtesten Wanderwege. Dazu gehört u.a. der Abel Tasman, mit dem alles angefangen hat bei mir.
Das war allerdings schon im Februar mit Dana. Noch im Sommer, ein Tag kayaken und drei Tage wandern (und vier Mal am Tag Baden, weil man an all diesen schönen Stränden entlang gelaufen ist). Unglaublich schön. Zugegeben jedoch auch ein vergleichsweise sehr milder, leichter Tourispazierweg.
Nun nach dem Apfelpflücken unglaublich fit, hab ich mich an einem Tramp "für Fortgeschrittene" (haha das klingt wie aus dem Englischlehrbuch) versucht: dem recht unbekannten Wangapeka Track (startet in der Region Nelson und führt 60km rüber zur west coast). Da das Wetter nicht so wollte wie ich, schlug das Ganze recht schnell in fünf Tage Wasserwaten um.
Es war trotzdem Spaß - vorallem recht abenteuerlich, ich habe oft an die Skizunft denken müssen, das wär was für euch, Leute!
Ich bekam am zweiten Tag Gesellschaft von einer neuseeländischen Schulklasse auf Schulcamp, was sehr lustig war (6 kids im Alter von 14 Jahren und 5 Erwachsene, Eltern bzw Lehrer). Wir sind den Rest des Tracks zusammen gelaufen und ich hab u.a. einiges über das Kiwischulsystem und Holzfällerwettbewerbe in NZ gelernt.
Mein nächster viertägiger overnight tramp war weniger ein vorgeschriebener Track, sondern einfach ein Gebiet, gut geeignet zum Trampen: der Nelson Lakes Nationalpark. Eine unglaubliche Szenerie - und ich kam seit eineinhalb Jahren (endlichendlichendlich!) mal wieder in den Genuss einer Schneewanderung. Keine Ahnung was noch zu sagen. Lake Angelus war einfach unglaublich schön. Sprachlos.
Die ersten zwei Juniwochen hab ich mir dann, zur Erholung von vier Monaten "harter Arbeit", ein bisschen Urlaub gegönnt und bin auf die Paradiesinsel namens Rarotonga geflogen. Rarotonga ist die größte von 15 Inseln der Cook Inselgruppe. Zwei Wochen Strand, Kokospalmen und Bananen. Mehr gabs da aber auch nicht. Musste aber auch nicht, ich war so glücklich.
Es gibt eine Straße, die rund um die Insel führt - 32km, was einer Stunde Bus oder Scooter fahren entspricht. In der Mitte nur grün - Regenwaldartig bewachsene Berge. Wir haben das Island crossing gemacht, das mit vier Stunden laufen gut machbar ist.
Ich hab mir für acht Tage nen Scooter gemietet und bin mit flatternden Haar um die Insel gebraust. Sehr lustig und definitiv süchtig machend! Ich werds sehr vermissen.
Wieder zurück in Neuseeland hatte ich nun noch fünf Wochen - nicht viel Zeit, wenn man eine seitenlange Liste von things-I-still-HAVE-to-do hat. Ich beschloss noch einmal ein Runde um die Südinsel zu drehen und mir dafür vier Wochen Zeit zu nehmen. Am Ende bleiben dann ganze zehn Tage für die Nordinsel.
So ging es also von Christchurch südwärts, wiedereinmal die Ostküste entlang bis nach Dunedin. Von Dunedin ging es weiter zum Catlins Nationalpark. Das Wetter war nicht gerade überzeugend, so erschien die Landschaft sehr rau. Es hat mich alles ein wenig an das East Cape erinnert.
Ich bin einen Tag mit ein paar australischen Fotografen gereist, was sehr lustig war, mir allerdings zwei Stunden an einem einzigen Wasserfall eingebracht hat (und zweieinhalb am fossilised forest). Irgendwann wurde es langweilig (und kalt), aber die Einstellung hat noch nicht ganz gestimmt...
Nach einer Nacht irgendwo in den Catlins im absoluten Nirgendwo (Handyempfang: 20km nördlich oder 100km südlich) gings weiter bis zum allerletzen Zipfel der Südinsel, der da treffenderweise "Bluff" genannt wird. In Bluff ist nicht weiter viel, aber von dort fährt die Fähre zur Stewart Island - und das war auf kurz oder lang mein eigentliches Ziel.
Stewart Island! Die drittgrößte Insel von Neuseeland, bekannt für viel Regen und Kiwibirds ist generell eher ein Geheimtipp und zieht nicht gerade die Touristenmassen an, besonders im Winter. Es ist ein unglaublich süßes kleines Inselchen, nur zwanzig Prozent sind mit Straßen bedeckt, der Rest ist Nationalpark. Alles ist sehr friedlich - peaceful. Unberührt und unschuldig scheint die Natur noch zu sein, auch wenn das, ich weiß, nichts auf diesem Planeten mehr ist. Man kann es sich ja ein wenig einbilden.
Ich bin zum Wandern hergekommen und so habe ich gerade einen dreitägigen Tramp, den Rakiura Track, beendet. Ich hatte ausgesprochen gutes Wetter (nur heut hat es ein wenig geregnet), habe fünf Menschen auf dem Weg getroffen und leider aber keinen Kiwivogel gesehen. Letzteres liegt wahrscheinlich an meiner Ungeduld, nachts sollte man eigentlich definitiv welche sehen können, aber es ist eben a*kalt und ich habs nicht gerade lange draußen ausgehalten...
So, morgen gehts nach Ulva Island, einer Insel neben Stewart Island, mit ganz vielen Vogelarten und so. Sonntag heißt es dann wohl wieder zurück zum Festland und Richtung Queenstown. Viel Zeit ist nicht mehr, aber ich will noch immer einiges sehen, d.h. ich werd wohl nonstop unterwegs sein (was nichts schlechtes ist).
Lasst es euch gut gehen. Bis bald im deutschen Lande kann ich schon fast sagen!
Viele Grüße von Stewart Island
Nun gut, die Apfelpflückerei ist schon seit der zweiten Maiwoche vorbei. Zwischendurch hatt ich ein paar Problemchen mit meinem Auto, sodass ich mittlerweile also wieder "zu Fuß" unterwegs bin.
Die ersten zwei Wochen wieder in Freiheit war ich ein wenig wandern (overnight tramping). Das war unglaublich schön, mal wieder nur Natur. Selbst wenn Mot nur ein kleines Städtchen ist, hatte ich es am Ende einfach nur satt.
Ich werd euch mal ein wenig über das Trampen in Neuseeland berichten. Das ist eines der Dinge, die ich leider viel zu spät entdeckt habe. Neuseeland ist praktisch voll von wunderbaren tramping tracks (d.h. Übernachtwanderungen) und ich habe bis jetzt gerade mal vier geschafft.
Es gibt ein gut ausgebautes System von Campingplätzen und Trampinghütten (letztere mit Grundausstattung wie Matratzenlager, Wasseranschluss, Ofen, Feuerholz und Toilette) auf diesen Wanderwegen, instandgehalten vom Department of Conservation (das da zur Regierung gehört). Das Ganze kostet zwischen 5 und 30 Dollar pro Nacht (30$ nur für die populärsten Tracks, die auch Hütten mit mehr Ausstattung, z.B. zum Kochen, haben). Also meist sehr erschwinglich, auch für arme Backpacker wie mich... haha.
Desweiteren gut zu wissen ist, dass es neun sogenannte "Great Walks" in NZ gibt, die bekanntesten und beliebtesten Wanderwege. Dazu gehört u.a. der Abel Tasman, mit dem alles angefangen hat bei mir.
Das war allerdings schon im Februar mit Dana. Noch im Sommer, ein Tag kayaken und drei Tage wandern (und vier Mal am Tag Baden, weil man an all diesen schönen Stränden entlang gelaufen ist). Unglaublich schön. Zugegeben jedoch auch ein vergleichsweise sehr milder, leichter Tourispazierweg.
Nun nach dem Apfelpflücken unglaublich fit, hab ich mich an einem Tramp "für Fortgeschrittene" (haha das klingt wie aus dem Englischlehrbuch) versucht: dem recht unbekannten Wangapeka Track (startet in der Region Nelson und führt 60km rüber zur west coast). Da das Wetter nicht so wollte wie ich, schlug das Ganze recht schnell in fünf Tage Wasserwaten um.
Es war trotzdem Spaß - vorallem recht abenteuerlich, ich habe oft an die Skizunft denken müssen, das wär was für euch, Leute!
Ich bekam am zweiten Tag Gesellschaft von einer neuseeländischen Schulklasse auf Schulcamp, was sehr lustig war (6 kids im Alter von 14 Jahren und 5 Erwachsene, Eltern bzw Lehrer). Wir sind den Rest des Tracks zusammen gelaufen und ich hab u.a. einiges über das Kiwischulsystem und Holzfällerwettbewerbe in NZ gelernt.
Mein nächster viertägiger overnight tramp war weniger ein vorgeschriebener Track, sondern einfach ein Gebiet, gut geeignet zum Trampen: der Nelson Lakes Nationalpark. Eine unglaubliche Szenerie - und ich kam seit eineinhalb Jahren (endlichendlichendlich!) mal wieder in den Genuss einer Schneewanderung. Keine Ahnung was noch zu sagen. Lake Angelus war einfach unglaublich schön. Sprachlos.
Die ersten zwei Juniwochen hab ich mir dann, zur Erholung von vier Monaten "harter Arbeit", ein bisschen Urlaub gegönnt und bin auf die Paradiesinsel namens Rarotonga geflogen. Rarotonga ist die größte von 15 Inseln der Cook Inselgruppe. Zwei Wochen Strand, Kokospalmen und Bananen. Mehr gabs da aber auch nicht. Musste aber auch nicht, ich war so glücklich.
Es gibt eine Straße, die rund um die Insel führt - 32km, was einer Stunde Bus oder Scooter fahren entspricht. In der Mitte nur grün - Regenwaldartig bewachsene Berge. Wir haben das Island crossing gemacht, das mit vier Stunden laufen gut machbar ist.
Ich hab mir für acht Tage nen Scooter gemietet und bin mit flatternden Haar um die Insel gebraust. Sehr lustig und definitiv süchtig machend! Ich werds sehr vermissen.
Wieder zurück in Neuseeland hatte ich nun noch fünf Wochen - nicht viel Zeit, wenn man eine seitenlange Liste von things-I-still-HAVE-to-do hat. Ich beschloss noch einmal ein Runde um die Südinsel zu drehen und mir dafür vier Wochen Zeit zu nehmen. Am Ende bleiben dann ganze zehn Tage für die Nordinsel.
So ging es also von Christchurch südwärts, wiedereinmal die Ostküste entlang bis nach Dunedin. Von Dunedin ging es weiter zum Catlins Nationalpark. Das Wetter war nicht gerade überzeugend, so erschien die Landschaft sehr rau. Es hat mich alles ein wenig an das East Cape erinnert.
Ich bin einen Tag mit ein paar australischen Fotografen gereist, was sehr lustig war, mir allerdings zwei Stunden an einem einzigen Wasserfall eingebracht hat (und zweieinhalb am fossilised forest). Irgendwann wurde es langweilig (und kalt), aber die Einstellung hat noch nicht ganz gestimmt...
Nach einer Nacht irgendwo in den Catlins im absoluten Nirgendwo (Handyempfang: 20km nördlich oder 100km südlich) gings weiter bis zum allerletzen Zipfel der Südinsel, der da treffenderweise "Bluff" genannt wird. In Bluff ist nicht weiter viel, aber von dort fährt die Fähre zur Stewart Island - und das war auf kurz oder lang mein eigentliches Ziel.
Stewart Island! Die drittgrößte Insel von Neuseeland, bekannt für viel Regen und Kiwibirds ist generell eher ein Geheimtipp und zieht nicht gerade die Touristenmassen an, besonders im Winter. Es ist ein unglaublich süßes kleines Inselchen, nur zwanzig Prozent sind mit Straßen bedeckt, der Rest ist Nationalpark. Alles ist sehr friedlich - peaceful. Unberührt und unschuldig scheint die Natur noch zu sein, auch wenn das, ich weiß, nichts auf diesem Planeten mehr ist. Man kann es sich ja ein wenig einbilden.
Ich bin zum Wandern hergekommen und so habe ich gerade einen dreitägigen Tramp, den Rakiura Track, beendet. Ich hatte ausgesprochen gutes Wetter (nur heut hat es ein wenig geregnet), habe fünf Menschen auf dem Weg getroffen und leider aber keinen Kiwivogel gesehen. Letzteres liegt wahrscheinlich an meiner Ungeduld, nachts sollte man eigentlich definitiv welche sehen können, aber es ist eben a*kalt und ich habs nicht gerade lange draußen ausgehalten...
So, morgen gehts nach Ulva Island, einer Insel neben Stewart Island, mit ganz vielen Vogelarten und so. Sonntag heißt es dann wohl wieder zurück zum Festland und Richtung Queenstown. Viel Zeit ist nicht mehr, aber ich will noch immer einiges sehen, d.h. ich werd wohl nonstop unterwegs sein (was nichts schlechtes ist).
Lasst es euch gut gehen. Bis bald im deutschen Lande kann ich schon fast sagen!
Viele Grüße von Stewart Island
Dienstag, 5. April 2011
Keep the colour up!
Ohne Job und mit ehrlicherweise nicht allzu viel Erspartem beschloss ich, nicht mehr im Hostel, aber doch zumindest Motueka zu bleiben, da die apple picking season in nur zwei Wochen beginnen sollte und das mir Arbeit und mehr Geld sichern würde. Um in der Überbrückungszeit ein wenig zu sparen, zog ich zum Saltwaterpool, der da die Freedomcampingstelle in Mot ist.
So lebte ich also zunächst zweieinhalb Wochen in der Parklücke. Freedomcamping geht romatischer, der Saltwaterpool ist zwar am "Strand" (wenn man es so nennen kann), aber direkt hinter der Fischfabrik. Dennoch war es gut jeden Tag im Meer zu baden (statt Dusche) und morgens den Sonnenaufgang überm Meer zu sehen.
Die Jobsuche erwies sich als nicht allzu einfach, weil ich ein paar Tage zu spät anfing herumzufahren und so nur hören durfte "Nein, wir sind schon voll". Vielleicht lag es auch ein wenig an meiner fehlenden Motivation, denn es war so heiß, dass Nichts machen einfach mal viel angenehemer (und logischer) war, als sämtliche drei Dutzend Orchards in der Umgebung abzuklappern.
Letzendlich kurz vor knapp klappte es dann aber doch und so bekam ich Freitag einen Job und fing Montag an.
Apfelplücken! So gings also los.
Vielleicht sollte ich ein wenig dazu erklären. Es handelt sich um contract work, d.h. ich werd nach Leistung - nach Bins - bezahlt. Ein Bin fasst circa 450 kg Äpfel und ist 28-35 Dollar wert. Ich muss also drei Bins pro Tag picken, um Mindestlohn entsprechend bezahlt zu werden. Das ist generell gut machbar. Ich bin im Moment bei vier bis sechs Bins pro Tag, das hängt sehr von Apfelsorte und Bäumen ab.
Die Arbeit ist körperlich schwer. Nach der ersten Woche fühlt man sich generell halb tot oder lernt zumindest alle vorher nicht gekannten Muskelpartien kennen. Ab und zu kommt auch die Altersillusion auf (das Oh-Gott-ich-fühl-mich-wie-ne-alte-Frau-Angst-Gefühl). Aber der Körper gewöhnt sich dran und irgendwann hört auch der Kampf mit der Leiter auf.
(Da ich mittlerweile bereits von der Leiter gefallen bin und immernoch gut lebe, muss ich diese Befürchtung hier nicht anbringen, das hab ich sozusagen schon ausprobiert. Auch bekommt man ab und zu mal einen Apfel auf den Kopf, aber das ist alles zu verkraften.)
Äpfel werden fast alle nach Farbe gepflückt (colour picking). D.h. nur die Rotesten der Roten. Wir müssen meist dreimal durch die selbe Reihe, sodass man beim Pflücken immer auch an später denken muss - wer zuviel pflückt, hat beim nächsten Mal keine Äpfel (und nur vier Äpfel an jedem Baum ist das Blödeste, was einem passieren kann).
Um meinen Titel also zu erklären: Genau das sagt mein Supervisor, wenn er meinen Bin kontrolliert. "Keep the colour up!", was soviel heißt wie "Bleib mit der Farbe oben". (Mir fällt ehrlicherweise keine gescheitere deutsche Übersetzung ein. Hab lange drüber nachgedacht. Klingt ein bisschen gestochen - um nicht zu sagen einfach nur scheiße -, ich weiß.)
Generell ist apple picking wohl der beste Job, den ich in Neuseeland hatte. Man kann gut Geld machen, es ist an frischer Luft und da man auf Leistung bezahlt wird, bleibt die Todlangeweile aus. Pro Stunde bezahlt zu werden ist zwar deutlich entspannter, dafür vergeht die Zeit aber auch überhaupt nicht. Wenn man unter Zeitdruck steht, ist das eher kein Problem (da ist es eher "OhGottschonsospätichmussdochnochnenBinmachen").
Nun Apfelpflückend hatte ich wieder Geld für eine Unterunft - diese musste aber erstmal gefunden werden. Zurück ins Hostel wollte ich auf keinen Fall (alles hat seine Zeit) und so schaute ich mich mit ein paar Freunden aus dem Hostel nach einem Haus um. Das hat dann letzendlich auch geklappt und so bin ich zu meinem jetztigen Heim gekommen. Es ist ehrlicherweise kein richtiges Haus, sondern eher eine Hütte. Aber mit Bad, warmen Wasser und Küche - kurz: allem was man braucht. Und ich habe sogar ein eigenes Zimmer. (Nach zwei Monaten die erste Nacht wieder in einem Raum zu schlafen war ein Ereignis!)
Wir sind zu viert: Hana (Cz), Maria (UK), Valentino (It) und ich. Arbeiten alle entweder im picking oder packing. Eine sehr bunte Truppe. Ab und zu kommen wir mal in den Genuss der "echten italienisches Küche" (die überhaupt die Beste auf der Welt ist, wie man sich öfter anhören muss) mit Lasagne, Pizza und Pana Cotta. Im Austausch musste ich dann auch mal ´nen "deutschen Kartoffelsalat" anbieten.
Unsere Hütte oder auch genannt das "piky house" ist gleich neben einem vineyard und einem kleinen Olivenbaumfeld. Sehr hübsch gelegen, allerdings außerhalb von Motueka in der nächsten noch viel kleineren Ortschaft namens Riwaka.
Wir zahlen 160 Dollar Miete in der Woche, das heißt 40 Dollar pro Kopf, was umgerechnnet so 22 Euro entspricht und einfach mal gar nichts ist. (Im Hostel hab ich allein 90 Dollar pro Woche für im Zelt schlafen bezahlt!)
Das ist also mein Leben zur Zeit. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Für Wochenendausflüge bleibt nicht mehr viel Zeit, weil wir teilweise sechs Tage in der Woche arbeiten und den siebten dann verschlafen. Außerdem wird es langsam aber sicher kälter und so ist Camping nicht mehr so die beste Lösung.
Ich habe beschlossen das ganze (wo man schon einmal dabei ist) bis zum Schluss, d.h. bis zum Ende der Season durchzuziehen. Bis Anfang Mai also. Dann ist Winter und ich habe noch drei Monate zum Reisen. Im Winter ist es zwar kälter, dafür aber angenehmer zum Reisen, weil man so ziemlich allein ist (während im Sommer alles von Touristen geflutet ist).
------
Tut mir leid für meinen englisch-deutschen Mischmasch. Manchmal klingt das englische Wort viel logischer, oder mir fällt einfach die passende Übersetzung grad nicht ein. Es wird auch zunehmend schwerer für mich Deutsch zu sprechen, weil ich aus dem Hostel raus und damit weg von den Deutschen bin (was gut ist).
Meld mich bald wieder und erzähl euch was über ein paar Wochenendtrips. Da ich ja jetzt in time bin, kann ich auch wieder mehr beschreiben.
Passt auf euch auf und genießt den Frühling.
Viele Grüße vom anderen Ende
So lebte ich also zunächst zweieinhalb Wochen in der Parklücke. Freedomcamping geht romatischer, der Saltwaterpool ist zwar am "Strand" (wenn man es so nennen kann), aber direkt hinter der Fischfabrik. Dennoch war es gut jeden Tag im Meer zu baden (statt Dusche) und morgens den Sonnenaufgang überm Meer zu sehen.
Die Jobsuche erwies sich als nicht allzu einfach, weil ich ein paar Tage zu spät anfing herumzufahren und so nur hören durfte "Nein, wir sind schon voll". Vielleicht lag es auch ein wenig an meiner fehlenden Motivation, denn es war so heiß, dass Nichts machen einfach mal viel angenehemer (und logischer) war, als sämtliche drei Dutzend Orchards in der Umgebung abzuklappern.
Letzendlich kurz vor knapp klappte es dann aber doch und so bekam ich Freitag einen Job und fing Montag an.
Apfelplücken! So gings also los.
Vielleicht sollte ich ein wenig dazu erklären. Es handelt sich um contract work, d.h. ich werd nach Leistung - nach Bins - bezahlt. Ein Bin fasst circa 450 kg Äpfel und ist 28-35 Dollar wert. Ich muss also drei Bins pro Tag picken, um Mindestlohn entsprechend bezahlt zu werden. Das ist generell gut machbar. Ich bin im Moment bei vier bis sechs Bins pro Tag, das hängt sehr von Apfelsorte und Bäumen ab.
Die Arbeit ist körperlich schwer. Nach der ersten Woche fühlt man sich generell halb tot oder lernt zumindest alle vorher nicht gekannten Muskelpartien kennen. Ab und zu kommt auch die Altersillusion auf (das Oh-Gott-ich-fühl-mich-wie-ne-alte-Frau-Angst-Gefühl). Aber der Körper gewöhnt sich dran und irgendwann hört auch der Kampf mit der Leiter auf.
(Da ich mittlerweile bereits von der Leiter gefallen bin und immernoch gut lebe, muss ich diese Befürchtung hier nicht anbringen, das hab ich sozusagen schon ausprobiert. Auch bekommt man ab und zu mal einen Apfel auf den Kopf, aber das ist alles zu verkraften.)
Äpfel werden fast alle nach Farbe gepflückt (colour picking). D.h. nur die Rotesten der Roten. Wir müssen meist dreimal durch die selbe Reihe, sodass man beim Pflücken immer auch an später denken muss - wer zuviel pflückt, hat beim nächsten Mal keine Äpfel (und nur vier Äpfel an jedem Baum ist das Blödeste, was einem passieren kann).
Um meinen Titel also zu erklären: Genau das sagt mein Supervisor, wenn er meinen Bin kontrolliert. "Keep the colour up!", was soviel heißt wie "Bleib mit der Farbe oben". (Mir fällt ehrlicherweise keine gescheitere deutsche Übersetzung ein. Hab lange drüber nachgedacht. Klingt ein bisschen gestochen - um nicht zu sagen einfach nur scheiße -, ich weiß.)
Generell ist apple picking wohl der beste Job, den ich in Neuseeland hatte. Man kann gut Geld machen, es ist an frischer Luft und da man auf Leistung bezahlt wird, bleibt die Todlangeweile aus. Pro Stunde bezahlt zu werden ist zwar deutlich entspannter, dafür vergeht die Zeit aber auch überhaupt nicht. Wenn man unter Zeitdruck steht, ist das eher kein Problem (da ist es eher "OhGottschonsospätichmussdochnochnenBinmachen").
Nun Apfelpflückend hatte ich wieder Geld für eine Unterunft - diese musste aber erstmal gefunden werden. Zurück ins Hostel wollte ich auf keinen Fall (alles hat seine Zeit) und so schaute ich mich mit ein paar Freunden aus dem Hostel nach einem Haus um. Das hat dann letzendlich auch geklappt und so bin ich zu meinem jetztigen Heim gekommen. Es ist ehrlicherweise kein richtiges Haus, sondern eher eine Hütte. Aber mit Bad, warmen Wasser und Küche - kurz: allem was man braucht. Und ich habe sogar ein eigenes Zimmer. (Nach zwei Monaten die erste Nacht wieder in einem Raum zu schlafen war ein Ereignis!)
Wir sind zu viert: Hana (Cz), Maria (UK), Valentino (It) und ich. Arbeiten alle entweder im picking oder packing. Eine sehr bunte Truppe. Ab und zu kommen wir mal in den Genuss der "echten italienisches Küche" (die überhaupt die Beste auf der Welt ist, wie man sich öfter anhören muss) mit Lasagne, Pizza und Pana Cotta. Im Austausch musste ich dann auch mal ´nen "deutschen Kartoffelsalat" anbieten.
Unsere Hütte oder auch genannt das "piky house" ist gleich neben einem vineyard und einem kleinen Olivenbaumfeld. Sehr hübsch gelegen, allerdings außerhalb von Motueka in der nächsten noch viel kleineren Ortschaft namens Riwaka.
Wir zahlen 160 Dollar Miete in der Woche, das heißt 40 Dollar pro Kopf, was umgerechnnet so 22 Euro entspricht und einfach mal gar nichts ist. (Im Hostel hab ich allein 90 Dollar pro Woche für im Zelt schlafen bezahlt!)
Das ist also mein Leben zur Zeit. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Für Wochenendausflüge bleibt nicht mehr viel Zeit, weil wir teilweise sechs Tage in der Woche arbeiten und den siebten dann verschlafen. Außerdem wird es langsam aber sicher kälter und so ist Camping nicht mehr so die beste Lösung.
Ich habe beschlossen das ganze (wo man schon einmal dabei ist) bis zum Schluss, d.h. bis zum Ende der Season durchzuziehen. Bis Anfang Mai also. Dann ist Winter und ich habe noch drei Monate zum Reisen. Im Winter ist es zwar kälter, dafür aber angenehmer zum Reisen, weil man so ziemlich allein ist (während im Sommer alles von Touristen geflutet ist).
------
Tut mir leid für meinen englisch-deutschen Mischmasch. Manchmal klingt das englische Wort viel logischer, oder mir fällt einfach die passende Übersetzung grad nicht ein. Es wird auch zunehmend schwerer für mich Deutsch zu sprechen, weil ich aus dem Hostel raus und damit weg von den Deutschen bin (was gut ist).
Meld mich bald wieder und erzähl euch was über ein paar Wochenendtrips. Da ich ja jetzt in time bin, kann ich auch wieder mehr beschreiben.
Passt auf euch auf und genießt den Frühling.
Viele Grüße vom anderen Ende
Dienstag, 15. März 2011
Zu Happy Apple Zeiten
Da ich die Fahrerei erstmal satt hatte und Geld brauchte, beschloss ich nach Neujahr in der Region Malborough Sounds/ Nelson zu bleiben und mir einen Job zu suchen.
Von White Bay aus ging es erstmal wieder zurück nach Nelson City zur Zivilisation (u.a. für Dusche und Essen). Da Nelson als Stadt zwar ganz nett ist, allerdings jedoch keine Arbeit in der Art, die ich wollte, bietet, beschloss ich in den nächsten für seasonal jobs bekannten Ort zu fahren: Motueka.
(Blenheim ist bekannter in der Gegend - besteht wahrscheinlich zu 80 Prozent aus Backpackern - aber ich entschloss mich dagegen, weil ich viel über schlechte Arbeitsbedingungen und Bezahlung gehört habe und außerdem nicht dahin wollte, wo jeder hinfährt...)
In Nelson gönnte ich mir einen Tag den Luxus eines Hostels und traf dort Dana wieder, die mit mir auch Weihnachten schon im selben Hostel in Picton gefeiert hat. Ebenfalls auf Jobsuche kam man schnell ins Gespräch und ich bot ihr an, sie mit nach Motueka zu nehmen.
So landeten wir also in der Weltstadt Motueka! Wir hatten recht viel Glück und fielen sozusagen über unseren ersten Job, der da im Haustüreingang des Hostels lag. Der Hostelbesitzer hatte zwar kein Zimmer frei, dafür aber die Adresse unseres zukünftigen Arbeitgebers. Wir fuhren direkt weiter und kamen mit einem "Allright see you tomorrow" im Ohr und Arbeit für die nächsten eineinhalb Wochen glücklich zurück. Ich checkte mit Zelt im Happy Apple ein, während Dana erstmal eine Nacht auf einen anderen Backpacker ausweichen musste.
So habe ich also zur Abwechslung erstmal grüne Bohnen verpackt. Grüne Bohnen sind, wenn auch nicht gerade meine Lieblingsspeise (jetzt noch weniger), doch zumindest recht erträgliche Arbeitspartner: Sie stinken weder nach Fisch, noch sind sie gefroren oder tiefgekühlt oder in sonst irgendeiner Art unangenehm. Es sind halt Bohnen. (Mehr gibt es da nicht zu sagen.)
Einiges an Spaß hatten wir, als wir einen Samstag auf dem Feld Paprikas pflanzen (mit einer Extra-Pflanzmaschine zum Glück, nicht mit Hand) und Traktor fahren durften.
Als dann die Arbeit in der "Bohnenfabrik" ausging, machten wir uns auf die Suche nach was Neuem und fanden Anstellung in einer Baumgärtnerei. So hieß es nun zwei Wochen trimming und weeding, was auf die Dauer sehr, sehr langweilig wird (vorallendingen das Unkraut zupfen ist das blödeste, was ich je gemacht hab).
Aber eigentlich will ich euch nicht über meinen Arbeitsalltag berichten, sondern - viel wichtiger! - über meine Wochenend(all)tage. Das Hostel in dem ich nun zunächst erstmal fünf Wochen im Garten zeltete hieß also "Happy Apple" (in memorium des Motuekaberühmten Apfelpflückens).
Ich muss gestehen, ich war nicht von Anfang an überzeugt, denn ich blieb vornehmlich, weil ich Arbeit hatte, und nicht weil mir die Leute gefielen. Die Gemeinschaft war noch nicht da, als wir ankamen, sie musste erstmal gebildet werden.
Das dauerte zum Glück nicht allzu lang und so hatten wir bald eine gute Truppe zusammen. Es entwickelte sich die Tradition am Wochenende Campen zu fahren. Wie ich glaub auch schon mal geschrieben hab, Motueka ist zwar als "Stadt" keineswegs attraktiv, hat aber eine sehr gute Lage zwischen Malborough Sounds, Abel Tasman und Golden Bay. Alles mit ein bis drei Stunden Autofahrt gut zu erreichen - und somit perfekt für einen Wochenendtrip.
Von White Bay aus ging es erstmal wieder zurück nach Nelson City zur Zivilisation (u.a. für Dusche und Essen). Da Nelson als Stadt zwar ganz nett ist, allerdings jedoch keine Arbeit in der Art, die ich wollte, bietet, beschloss ich in den nächsten für seasonal jobs bekannten Ort zu fahren: Motueka.
(Blenheim ist bekannter in der Gegend - besteht wahrscheinlich zu 80 Prozent aus Backpackern - aber ich entschloss mich dagegen, weil ich viel über schlechte Arbeitsbedingungen und Bezahlung gehört habe und außerdem nicht dahin wollte, wo jeder hinfährt...)
In Nelson gönnte ich mir einen Tag den Luxus eines Hostels und traf dort Dana wieder, die mit mir auch Weihnachten schon im selben Hostel in Picton gefeiert hat. Ebenfalls auf Jobsuche kam man schnell ins Gespräch und ich bot ihr an, sie mit nach Motueka zu nehmen.
So landeten wir also in der Weltstadt Motueka! Wir hatten recht viel Glück und fielen sozusagen über unseren ersten Job, der da im Haustüreingang des Hostels lag. Der Hostelbesitzer hatte zwar kein Zimmer frei, dafür aber die Adresse unseres zukünftigen Arbeitgebers. Wir fuhren direkt weiter und kamen mit einem "Allright see you tomorrow" im Ohr und Arbeit für die nächsten eineinhalb Wochen glücklich zurück. Ich checkte mit Zelt im Happy Apple ein, während Dana erstmal eine Nacht auf einen anderen Backpacker ausweichen musste.
So habe ich also zur Abwechslung erstmal grüne Bohnen verpackt. Grüne Bohnen sind, wenn auch nicht gerade meine Lieblingsspeise (jetzt noch weniger), doch zumindest recht erträgliche Arbeitspartner: Sie stinken weder nach Fisch, noch sind sie gefroren oder tiefgekühlt oder in sonst irgendeiner Art unangenehm. Es sind halt Bohnen. (Mehr gibt es da nicht zu sagen.)
Einiges an Spaß hatten wir, als wir einen Samstag auf dem Feld Paprikas pflanzen (mit einer Extra-Pflanzmaschine zum Glück, nicht mit Hand) und Traktor fahren durften.
Als dann die Arbeit in der "Bohnenfabrik" ausging, machten wir uns auf die Suche nach was Neuem und fanden Anstellung in einer Baumgärtnerei. So hieß es nun zwei Wochen trimming und weeding, was auf die Dauer sehr, sehr langweilig wird (vorallendingen das Unkraut zupfen ist das blödeste, was ich je gemacht hab).
Aber eigentlich will ich euch nicht über meinen Arbeitsalltag berichten, sondern - viel wichtiger! - über meine Wochenend(all)tage. Das Hostel in dem ich nun zunächst erstmal fünf Wochen im Garten zeltete hieß also "Happy Apple" (in memorium des Motuekaberühmten Apfelpflückens).
Ich muss gestehen, ich war nicht von Anfang an überzeugt, denn ich blieb vornehmlich, weil ich Arbeit hatte, und nicht weil mir die Leute gefielen. Die Gemeinschaft war noch nicht da, als wir ankamen, sie musste erstmal gebildet werden.
Das dauerte zum Glück nicht allzu lang und so hatten wir bald eine gute Truppe zusammen. Es entwickelte sich die Tradition am Wochenende Campen zu fahren. Wie ich glaub auch schon mal geschrieben hab, Motueka ist zwar als "Stadt" keineswegs attraktiv, hat aber eine sehr gute Lage zwischen Malborough Sounds, Abel Tasman und Golden Bay. Alles mit ein bis drei Stunden Autofahrt gut zu erreichen - und somit perfekt für einen Wochenendtrip.
So folgten also viele glückliche Campingtage mit Lagerfeuer am Strand, Marshmallows am Spieß und wegfliegenden Zelten (das ist der abenteuerliche Teil). Ich könnte viel erzählen, aber vielleicht lad ich euch einfach ein paar Fotos hoch, die erzählen ihre eigene Geschichte.
Wenn wir nicht campen waren, hatten wir Barbecue und Partys am motuekischen Strand. Auf jeden Fall immer viel Spaß.
Es ist sehr interessant, aber es bildet sich in allen Arbeiterhostels, in denen viele Menschen länger bleiben, immer eine Art Familie. Diese ist jedoch zeiltich begrenzt und löst sich nach ungefähr einem Monat immer wieder auf, weil ein großer Teil weiterfährt. So war es auch im Happy Apple, der nach zu vielen Abschiedspartys nicht mehr so happy war, was mich zum ausziehen bewegt hat.
Warum ich denn trotzdem noch in Motueka bin, das nächste Mal.
Ich hoff euch gehts gut.
Viele Grüße aus meinem home-sweet-home namens Motueka
Montag, 7. März 2011
Teil IV: Weihnachtsmann in Badehose
Es ist Weihnachtszeit! (Oh man bin ich hinterher---)
Wie verabredet habe ich mich über die Feiertage mit Chrissi und Janis wiedergetroffen. Chrissi hatte uns schon im Oktober in einem Hostel in Picton eingebucht und so kam ich seit langem mal wieder in den Genuss eines wirklichen Bettes.
Und eines unglaublich gigantischen Weihnachtsessens! Gesponsort von den Hosteleigentümern - Gary und Lynn, ein älteres Ehepaar um die sechzig und einfach mal Gastgeber mit Leib und Seele. Sehr, sehr süß. Ich denke das Hostel ist die späte Erfüllung eines Lebestraums und dementsprechend sieht es auch aus.
(Für alle die nach meinen unendlich tollen Berichten unbedingt nach Neuseeland wollen, hier der Insidertipp: Thumberstone Backpacker in Picton. Kann man nicht verfehlen, ist gleich am Fährhafen. Mit Spa und den besten großelterlichen Hostelbesitzern in Neuseeland. Und falls ihr zufällig zu Weihnachten da seit: Wie gesagt - es gibt kostenloses Megaweihnachtslunch am 25. mit Schinken und Hummer und tausend Salaten. Sehr zu empfehlen. Yummy.)
Außer essend haben wir die Feiertage hauptsächlich faul in der Sonne liegend verbracht.
Es war ein wenig irreal und ich hab mir am 25. (in Neuseeland wird wie in England am 25. gefeiert) mehrmals selbst sagen müssen: "Ja, Eva, es ist wirklich Weihnachten! Mit Glockengeläut, überfülltem Weihnachtsbaum, Kerzenflackern, heiliger Besinnlichkeit und all dem Kram."
Und eine zweite Stimme in meinem Ohr würde dann antworten: "Aber Schnee! Wo ist der Schnee? Es gibt kein Weihnachten ohne Schnee! Wie soll denn der Weihnachtsmann in seinem Schlitten kommen, wenn es kein Schnee gibt?" - "Du bist in Neuseeland, Eva. Du bist in Neuseeland. Da ist doch alles ein wenig anders, schon vergessen?"
So oder so ähnlich.
Naja, jedensfalls gabs am 25. morgens Bescherung - zeitgleich zur Bescherung in Deutschland am 24. abends. Ich habe eine Riesendose Plätzchen verschenkt und im Gegenzug dazu einen Instantgrill, ein Buch (Paul Coelho: "Veronica decides to die", zu empfehlen, sehrsehr toll) und einen 20-Dollar-Pak´n´Save-Gutschein bekommen. (Pak´n´Save ist die billigste Lebensmittelkette in Neuseeland, vielleicht wie Aldi, nur besser, weil größer und es gibt einfach mal alles.)
Chrissi hatte gleich im Anschluss am 26. Geburtstag und so hatten wir einen Grund mehr weiterzutrinken. Wir haben es sogar auch aus dem Hostel rausgeschafft bis zum Aquarium, wo ich dann meinen ersten Pinguin in Neuseeland (und bis jetzt einzigsten - ich könnt heulen, keine Ahnung was ich falsch mach) gesehen habe.
Picton ist zwar ganz nett, mit schönem Hafen und Blick auf die Malborough Sounds, aber das wars auch schon und so waren mir die drei Tage dort auch wirklich genug.
Da Chrissi und Janis die Fähre für den 30. gebucht hatten, beschlossen wir noch eine Eintagestour in den Abel Tasman Nationalpark zu machen. Wir entschieden uns für kombiniertes Segeln mit Wandern und schipperten so gemütlich mit dem Katamaran hin, um schwitzend zurückzulaufen.
Aber es war sehr schön. Goldene Sandstrände und glasklares Wasser in allen Blautönen. Schon teilweise eher karibisch (wenn es mehr Palmen gäb).
Nachdem sich die beiden dann wieder zur Nordinsel verabschiedet hatten (um Ende Januar zurück ins kalte Deutschland zu fliegen) war ich seit langem mal wieder wirklich auf mich allein gestellt und beschloss glatt auch Neujahr so zu verbringen. Silvester war mir noch nie unglaublich wichtig, sodass es mir nicht viel ausmachte auf das Trinkgelage zu verzichten.
Ich hab mir einen DOC Zeltplatz in White Bay nahe Blenheim gesucht und dort dann den ganzen Tag am Strand bruzelnd verbracht. (DOC heißt Department of Government: die Regierung hat billige Zeltplätze in ganz Neuseeland, immer in schöner Umgebung und mit nur dem nötigsten wie einer Toilette und manchmal - welch Luxus! - auch einer Kaltdusche.)
Abends hab ich mich mit einem Glas Wein und meinem Buch begnügt. Und um Mitternacht gabs sogar Feuerwerk am Strand(!), weil ein paar Kiwis auf demselben Zeltplatz feierten. (Ich muss dazu sagen, das Feuerwerk zu Silvester in Neuseeland nicht so selbstverständlich ist. In Nelson gab es zum Beispiel gar keins... ich hatte also wirklich Glück, hehe.)
Nach Neujahr war ich nun erstmal wieder vogelfrei, ohne Termine und Pläne und überhaupt... ihr wisst schon. Neuseeland halt.
Und da gehts im nächsten Teil weiter.----
Ich hoff euch gehts soweit gut. Ich bin zwar immer noch in Motueka, aber es hat sich doch etwas getan und ich bin umgezogen und hab den Job gewechselt (hoch lebe das apple picking!). Und es wird wieder kälter. Aber dazu nächstes Mal.
Ich wünsch euch nur das Beste. Genießt den Frühling!
Viele Grüße aus dem Apfelland
Wie verabredet habe ich mich über die Feiertage mit Chrissi und Janis wiedergetroffen. Chrissi hatte uns schon im Oktober in einem Hostel in Picton eingebucht und so kam ich seit langem mal wieder in den Genuss eines wirklichen Bettes.
Und eines unglaublich gigantischen Weihnachtsessens! Gesponsort von den Hosteleigentümern - Gary und Lynn, ein älteres Ehepaar um die sechzig und einfach mal Gastgeber mit Leib und Seele. Sehr, sehr süß. Ich denke das Hostel ist die späte Erfüllung eines Lebestraums und dementsprechend sieht es auch aus.
(Für alle die nach meinen unendlich tollen Berichten unbedingt nach Neuseeland wollen, hier der Insidertipp: Thumberstone Backpacker in Picton. Kann man nicht verfehlen, ist gleich am Fährhafen. Mit Spa und den besten großelterlichen Hostelbesitzern in Neuseeland. Und falls ihr zufällig zu Weihnachten da seit: Wie gesagt - es gibt kostenloses Megaweihnachtslunch am 25. mit Schinken und Hummer und tausend Salaten. Sehr zu empfehlen. Yummy.)
Außer essend haben wir die Feiertage hauptsächlich faul in der Sonne liegend verbracht.
Es war ein wenig irreal und ich hab mir am 25. (in Neuseeland wird wie in England am 25. gefeiert) mehrmals selbst sagen müssen: "Ja, Eva, es ist wirklich Weihnachten! Mit Glockengeläut, überfülltem Weihnachtsbaum, Kerzenflackern, heiliger Besinnlichkeit und all dem Kram."
Und eine zweite Stimme in meinem Ohr würde dann antworten: "Aber Schnee! Wo ist der Schnee? Es gibt kein Weihnachten ohne Schnee! Wie soll denn der Weihnachtsmann in seinem Schlitten kommen, wenn es kein Schnee gibt?" - "Du bist in Neuseeland, Eva. Du bist in Neuseeland. Da ist doch alles ein wenig anders, schon vergessen?"
So oder so ähnlich.
Naja, jedensfalls gabs am 25. morgens Bescherung - zeitgleich zur Bescherung in Deutschland am 24. abends. Ich habe eine Riesendose Plätzchen verschenkt und im Gegenzug dazu einen Instantgrill, ein Buch (Paul Coelho: "Veronica decides to die", zu empfehlen, sehrsehr toll) und einen 20-Dollar-Pak´n´Save-Gutschein bekommen. (Pak´n´Save ist die billigste Lebensmittelkette in Neuseeland, vielleicht wie Aldi, nur besser, weil größer und es gibt einfach mal alles.)
Chrissi hatte gleich im Anschluss am 26. Geburtstag und so hatten wir einen Grund mehr weiterzutrinken. Wir haben es sogar auch aus dem Hostel rausgeschafft bis zum Aquarium, wo ich dann meinen ersten Pinguin in Neuseeland (und bis jetzt einzigsten - ich könnt heulen, keine Ahnung was ich falsch mach) gesehen habe.
Picton ist zwar ganz nett, mit schönem Hafen und Blick auf die Malborough Sounds, aber das wars auch schon und so waren mir die drei Tage dort auch wirklich genug.
Da Chrissi und Janis die Fähre für den 30. gebucht hatten, beschlossen wir noch eine Eintagestour in den Abel Tasman Nationalpark zu machen. Wir entschieden uns für kombiniertes Segeln mit Wandern und schipperten so gemütlich mit dem Katamaran hin, um schwitzend zurückzulaufen.
Aber es war sehr schön. Goldene Sandstrände und glasklares Wasser in allen Blautönen. Schon teilweise eher karibisch (wenn es mehr Palmen gäb).
Nachdem sich die beiden dann wieder zur Nordinsel verabschiedet hatten (um Ende Januar zurück ins kalte Deutschland zu fliegen) war ich seit langem mal wieder wirklich auf mich allein gestellt und beschloss glatt auch Neujahr so zu verbringen. Silvester war mir noch nie unglaublich wichtig, sodass es mir nicht viel ausmachte auf das Trinkgelage zu verzichten.
Ich hab mir einen DOC Zeltplatz in White Bay nahe Blenheim gesucht und dort dann den ganzen Tag am Strand bruzelnd verbracht. (DOC heißt Department of Government: die Regierung hat billige Zeltplätze in ganz Neuseeland, immer in schöner Umgebung und mit nur dem nötigsten wie einer Toilette und manchmal - welch Luxus! - auch einer Kaltdusche.)
Abends hab ich mich mit einem Glas Wein und meinem Buch begnügt. Und um Mitternacht gabs sogar Feuerwerk am Strand(!), weil ein paar Kiwis auf demselben Zeltplatz feierten. (Ich muss dazu sagen, das Feuerwerk zu Silvester in Neuseeland nicht so selbstverständlich ist. In Nelson gab es zum Beispiel gar keins... ich hatte also wirklich Glück, hehe.)
Nach Neujahr war ich nun erstmal wieder vogelfrei, ohne Termine und Pläne und überhaupt... ihr wisst schon. Neuseeland halt.
Und da gehts im nächsten Teil weiter.----
Ich hoff euch gehts soweit gut. Ich bin zwar immer noch in Motueka, aber es hat sich doch etwas getan und ich bin umgezogen und hab den Job gewechselt (hoch lebe das apple picking!). Und es wird wieder kälter. Aber dazu nächstes Mal.
Ich wünsch euch nur das Beste. Genießt den Frühling!
Viele Grüße aus dem Apfelland
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